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Rollgerüst für Sonnenschutzmontage

Eine Sonnenschutzmontage betrifft selten ein einziges Fenster. Meistens hängt am Ende an jeder Seite des Hauses etwas anderes: ein Screen über der Küche, eine Gelenkarmmarkise über der Terrasse, ein Raffstore im Obergeschoss. Jede Stelle hat ihren eigenen Untergrund, ihre eigene Höhe und ihre eigene Windrichtung, und deshalb fahren Sie mit der Aufstellung die Fassade entlang, statt sie einmal hinzustellen. Hier lesen Sie, für welchen Turm sich die meisten entscheiden, warum bis zur Konsole gemessen wird, wie oft Sie versetzen und mit wie vielen Miettagen Sie rechnen sollten.

Auf einen Blick
Aufgebautes Rollgerüst vor der Fassade eines Reihenhauses
Arbeitshöhe bis zur Dachrinne, stabil vor der Fassade

Warum ein Rollgerüst für Sonnenschutzmontage?

Bei dieser Arbeit geht es weniger um Höhe als um Wiederholung. Sie prüfen den Untergrund, bohren ein Probeloch, setzen die Konsolen auf eine Linie, hängen die Konstruktion ein und stellen zum Schluss die Neigung ein, und dann fängt am nächsten Fenster alles von vorne an. Beide Hände sind dabei ständig belegt, mit Wasserwaage, Bohrmaschine und einem Profil, das niemand allein hält. Genau deshalb ist eine Leiter hier das falsche Werkzeug: Sie können darauf weder zurücktreten noch etwas ablegen. Wer für eine Sonnenschutzmontage ein Rollgerüst mieten will, achtet daher auf das Gewicht des Turms, auf die freie Bahn an der Wand entlang und auf die Zahl der Fenster.

Welchen Turm mieten Sie für eine Sonnenschutzmontage an der Fassade

Ausschlaggebend ist hier nicht die Traglast, sondern die Beweglichkeit. Ein Aufbau, den zwei Personen leer über eine Terrasse schieben können, spart Ihnen an einem Tag mit vier Fenstern mehrere Stunden. Deshalb wird für eine Sonnenschutzmontage überwiegend das RS51 mit 75 Zentimetern Baubreite gemietet: Es passt an der Regenwasserleitung vorbei, zwischen Hecke und Hauswand und über einen schmalen Plattenweg. Das breitere RS52 mit 135 Zentimetern nehmen Sie nur, wenn zwei Leute samt Kassette dauerhaft oben bleiben. Beide Bauweisen bedienen den Bereich von 4,2 bis 14,2 Metern Arbeitshöhe.

Hängt lediglich ein einzelnes Rollo über einer Terrassentür im Erdgeschoss, brauchen Sie keinen großen Aufbau. Dafür gibt es den MiTower, der für eine Person ausgelegt ist und bis 6,2 Meter Arbeitshöhe reicht. Sobald jedoch jemand mitanfassen muss, weil ein Profil über zwei Meter breit ist, führt kein Weg an einem Turm für zwei Personen vorbei. Bei einer Sonnenschutzmontage an einem einzelnen Fenster ist dieser kleine Turm oft genug. Wie sich die kleine Variante unterscheidet, steht auf der Seite zum kompakten Aufbau für Arbeiten allein.

Vor einer Hausfront aufgebauter Turm mit Geländern ringsum, aufgestellt in der Breite eines einzelnen Fensters

Für die Kombination aus Fassadenseiten, Höhen und Bauarten ist ein fahrbarer Turm ohnehin die praktischste Lösung. Ein feststehendes Fassadengerüst würde die ganze Wand belegen, obwohl Sie immer nur an einem Fenster arbeiten, und Hebebühnen kommen für so etwas selten in Frage. Beides gehört auch nicht zum Angebot: Vermietet werden fahrbare Türme, die Sie selbst aufbauen und selbst versetzen. Genau diese Eigenschaft brauchen Sie, wenn die Südseite vormittags und die Westseite nachmittags an der Reihe ist.

Bis zur Konsole messen: welche Arbeitshöhe Sie mieten

Der höchste Punkt Ihrer Arbeit ist die Befestigung und nicht die Dachkante. Eine Markise sitzt meist eine Handbreit über dem Fensterrahmen, ein Screen in der Laibung, ein Raffstore knapp unter dem Sturz. Das spart an einer hohen Hauswand schnell einen ganzen Meter, den Sie sonst unnötig mitmieten würden. Messen Sie also vom Boden bis zur geplanten Konsole und schreiben Sie diese Zahl auf, bevor Sie irgendetwas bestellen. Bei mehreren Fenstern zählt der höchste Befestigungspunkt, nach dem sich der ganze Aufbau richtet.

Danach kommt die einfache Umrechnung: Von der Arbeitshöhe gehen zwei Meter ab, dann haben Sie die Plattformhöhe, denn so weit reichen Sie mit den Armen über den Belag hinaus. Für ein Fenster im ersten Obergeschoss landen Sie damit meist bei sechs bis acht Metern Arbeitshöhe. Über einer Terrassentür im Erdgeschoss reicht deutlich weniger, oft genügt der niedrigste Aufbau. Rechnen Sie beide Werte aus, wenn an einem Haus oben und unten etwas montiert wird, und mieten Sie nach dem höheren.

Schlanker Aufbau vor einer Häuserzeile, Geschoss für Geschoss hochgesetzt, wie es der höchste Befestigungspunkt am Haus verlangt

Ein Punkt wird häufig übersehen: Sie arbeiten beim Einhängen mit erhobenen Armen, und das ist anstrengender, als es klingt. Ein Belag einen Schritt tiefer, sodass die Konsole auf Brusthöhe liegt, ist angenehmer als einer, auf dem Sie sich strecken. Denken Sie daran, dass Sie das Gerüst später mehrfach versetzen und die Höhe an jedem Fenster gleich bleibt. Welche Höhe zu welcher Situation gehört, zeigen die Seiten zu sechs Metern Arbeitshöhe an einer Hauswand und zum Sonnenschutz über einer Tür im Erdgeschoss.

Der Weg an der Fassade entlang und der Untergrund darunter

Planen Sie nicht einen Standort, sondern eine Route. Gehen Sie die Fassade einmal ab und notieren Sie, wo der Turm stehen soll, wie er dorthin kommt und was jeweils im Weg ist. Terrassenmöbel, Pflanzkübel, ein Grill, eine Wäschespinne und der Gartenschlauch verschwinden am Vortag, nicht während der Arbeit. Achten Sie besonders auf Schwellen zwischen Terrasse und Rasen sowie auf Stufen, denn über eine Stufe schiebt sich kein Turm. Dort müssen Sie zerlegen oder eine Rampe aus Bohlen legen.

Der Boden wechselt an einem Haus mehrfach. Vor der Küche liegen Platten, an der Seite ein Kiesstreifen, hinten Rasen, und jede dieser Flächen trägt anders. Auf Rasen und Kies gehören Bohlen unter die Rollen, damit sie nicht einsinken, auf Platten mit Gefälle arbeiten Sie mit den Spindeln nach. Kontrollieren Sie nach jedem Versetzen erneut, ob der unterste Rahmen waagerecht steht, denn zwei Meter weiter gilt die Einstellung von vorhin nicht mehr. Ein Turm auf frisch verlegtem Rasen sackt außerdem über Nacht nach.

Rollen und schräg ausgestellte Ausleger am Fuß eines Aufbaus, die an jeder neuen Position wieder Platz brauchen

Rechnen Sie außerdem die Fläche für die Ausleger mit ein. Sie stehen schräg nach außen und brauchen rundherum Platz, der oft genau dort fehlt, wo eine Hecke oder eine Mauer steht. Prüfen Sie an jeder Position, ob Sie die Ausleger vollständig ausstellen können, und ändern Sie im Zweifel den Standort um einen halben Meter. Kommt eine Stelle gar nicht in Frage, verschieben Sie die Montage dieses einen Fensters lieber, statt ohne ausgestellte Ausleger zu arbeiten.

Drei Tage mieten: Messrunde, Bohrrunde und Hängerunde

Die Arbeit zerfällt in Runden, und danach richtet sich der Zeitraum. In der ersten Runde messen Sie jedes Fenster aus, prüfen den Untergrund mit einem Probeloch und legen die Höhe der Konsolen fest. In der zweiten Runde wird gebohrt und befestigt, in der dritten hängen Sie ein, richten aus und stellen die Neigung ein. Pro Fenster gehen dabei ungefähr zwei Stunden weg, verteilt über diese Runden. Für eine Sonnenschutzmontage an vier Fenstern sind drei Tage deshalb ein realistischer Ansatz.

Diese Aufteilung hat einen finanziellen Vorteil, den viele nicht auf dem Schirm haben. Voll berechnet werden nur die ersten 24 Stunden, für jeden weiteren Tag kommen 95 Prozent Rabatt dazu. Ein dritter Tag fällt damit kaum ins Gewicht, während ein zweiter Aufbau nach einer Unterbrechung richtig Zeit kostet. Wer die Runden zusammenzieht, um Tage zu sparen, spart am Ende nichts und arbeitet nur hektischer. Was für längere Zeiträume gilt, steht bei den Bedingungen für mehrere Tage am Stück.

Auf dem Gehweg gestapelte Bauteile, wie sie zwischen zwei Runden an derselben Fassade bereitliegen

Bauen Sie eine Reserve ein, wenn die Lieferung der Anlagen noch aussteht. Kommt eine Kassette in der falschen Farbe oder fehlt ein Wandhalter, steht die Hängerunde still, obwohl gebohrt ist. Wer erst mietet, wenn alles im Haus liegt, hat dieses Problem nicht. Melden Sie sich rechtzeitig, wenn Sie länger brauchen als geplant, dann bleibt der Turm einfach stehen, statt abgeholt zu werden und zwei Wochen später erneut zu kommen. Eine Sonnenschutzmontage lässt sich schlecht in zwei Hälften teilen, wenn dazwischen alles wieder abgebaut wird.

Konsolen setzen und das Tuch einhängen, vom Belag aus

Der Belag ist 245 Zentimeter lang, und dieses Maß deckt bei den meisten Anlagen beide Konsolen gleichzeitig ab. Das ist wichtiger, als es klingt: Solange Sie beide Befestigungspunkte aus einer Position erreichen, können Sie eine Schnur spannen, sie mit der Wasserwaage prüfen und beide Seiten anzeichnen, ohne den Turm zu bewegen. Erst bei breiteren Anlagen versetzen Sie einmal in der Mitte. Räumen Sie dafür alles ab, klappen Sie die Ausleger ein und stellen Sie sie am neuen Platz sofort wieder aus.

Bevor Sie vom Belag aus die erste Schraube setzen, muss klar sein, worin sie greift. Klopfen Sie die Wand ab, bohren Sie an unauffälliger Stelle ein Probeloch und schauen Sie sich das Bohrmehl an: roter Staub deutet auf Vollziegel, heller feiner Staub oft auf Kalksandstein oder Beton, und ein Bohrer, der plötzlich durchsackt, verrät einen Hohlraum. Danach richtet sich das Befestigungsmittel. Blasen Sie jedes Loch aus, denn Bohrmehl im Loch kostet einen erheblichen Teil der Haltekraft, und das merkt man erst nach dem ersten Sturm.

An einer Seitenwand aufgestellter Aufbau mit langem Belag, auf dem beide Befestigungspunkte gleichzeitig erreichbar sind

Das Einhängen ist der Moment, in dem zwei Personen selbstverständlich sind. Eine Kassette ist unhandlich, muss gleichzeitig gehoben, geschoben und gehalten werden und darf dabei nicht am Putz entlangschrammen. Erst danach kommen Neigung und Endlagen an die Reihe, und zwar mit ausgefahrenem Tuch. Ein wenig Gefälle nach vorne lässt Regenwasser ablaufen, statt sich in der Mitte des Tuchs zu einer schweren Beule zu sammeln. Wird ein Motor angeschlossen, hilft die Seite über Leitungen und Anschlüsse an der Fassade weiter.

Wann der Satz ankommt, wenn Sie heute mieten

Bestellungen bis 15:00 Uhr werden am nächsten Werktag ausgeliefert. Praktisch ist es, den Liefertag auf den Tag vor der Messrunde zu legen, dann steht der Turm, wenn Sie mit dem Bandmaß loslegen. Der Fahrer setzt einen Satz loser Bauteile ab, gezählt und gebündelt, an der Stelle, die Sie ihm nennen. Aufgebaut wird nichts geliefert, und ein Aufbauservice gehört nicht dazu; das machen Sie selbst. Räumen Sie die Abstellfläche vorher frei, sonst landen die Bündel irgendwo im Weg.

Der Aufbau folgt einer festen Reihenfolge und braucht kein Werkzeug. Sie beginnen mit dem Fahrbalken und den Rollen, arbeiten von innen nach oben, sichern jede Lage mit Geländern und stellen die Ausleger aus, sobald die zweite Lage steht. Zu zweit dauert das eine knappe halbe Stunde, allein deutlich länger. Kontrollieren Sie am Ende jede Klemme des Gerüsts mit der Hand, bevor jemand hinaufsteigt. Anleitung und Video liegen bei, und die einzelnen Schritte stehen unter der Reihenfolge beim Aufstellen eines fahrbaren Turms.

Auf Asphalt entladener Lieferwagen, aus dem die einzelnen Bauteile für den Selbstaufbau kommen

Nach der letzten Anlage bauen Sie wieder ab und legen die Bündel dorthin, wo sie abgeladen wurden. Die Abholung läuft ohne Ihre Anwesenheit, solange die Teile frei zugänglich stehen und nicht hinter einem verschlossenen Tor liegen. In welchen Gebieten geliefert und wieder abgeholt wird, steht unter den Bedingungen für Anfahrt und Rückholung. Sammeln Sie Splinte und Klemmen in einem Eimer, sonst bleiben sie im Kies liegen. Nach einer Sonnenschutzmontage rund um das Haus ist das erfahrungsgemäß der wichtigste Punkt.

Was schiefgeht, wenn man statt zu mieten die Leiter nimmt

Der klassische Fehler bei einer Sonnenschutzmontage ist die Leiter, die genau dort steht, wo die Konstruktion hin soll. Sie halten mit einer Hand die Kassette, mit der anderen die Wasserwaage, und Ihr Standbein sucht die nächste Sprosse. In dem Moment ist niemand mehr in der Lage, sauber anzuzeichnen. Auf einem Belag mit Geländer ringsum steht das Profil neben Ihnen, das Werkzeug liegt bereit, und Sie können einen Schritt zurücktreten und die Linie kontrollieren, bevor gebohrt wird.

Beachten Sie die Lastgrenze, auch wenn hier keine schweren Steine bewegt werden. Jeder Quadratmeter darf mit 200 Kilogramm belastet werden, so schreibt es Klasse 3 der Norm EN 1004 vor, und das reicht für zwei Personen mit Bohrhammer, Kassette und Kleinteilen. Verteilen Sie das Material trotzdem und lassen Sie schwere Teile nicht an einer Kante liegen. Der Aufstieg erfolgt grundsätzlich im Inneren, mit drei Kontaktpunkten, und schweres Werkzeug ziehen Sie im Eimer an einer Leine hinauf. Auf dem Turm selbst hat eine Anlegeleiter nichts zu suchen.

Rollgerüst an einer Hauswand, daneben die angelehnte Schiebeleiter, die bei einer Sonnenschutzmontage genau der falsche Standplatz ist

Das Probeausfahren gehört ans Ende und nicht zwischendurch. Ein ausfahrender Arm braucht mehr Raum, als man annimmt, und darf keinesfalls gegen ein Geländer schlagen. Rücken Sie den Turm vorher zur Seite, lassen Sie niemanden oben stehen und prüfen Sie dann den Lauf. Fahren Sie die Anlage bei aufkommendem Wind wieder ein, denn ein Sonnenschutz ist eine Beschattung und kein festes Dach über der Terrasse. Die übrigen Regeln fasst der Überblick zu Vorschriften bei Arbeiten in der Höhe zusammen.

Kerndaten für diese Arbeit

MerkmalWert
Empfohlenes GerüstSchmales Rollgerüst (RS51) (Altrex RS TOWER 51)
Arbeitshöhe für diese Arbeit6 - 8 m
Lieferbare Arbeitshöhen4,2 bis 14,2 Meter
NormEN 1004, Lastklasse 3 (200 kg pro m²)
LieferungVor 15:00 Uhr bestellt, am nächsten Werktag geliefert
Jeder weitere Tag95% Rabatt, ab €7,50 pro Tag

Tipps für Sonnenschutzmontage

  1. Zeichnen Sie die Fassade auf einen Zettel, nummerieren Sie die Fenster und notieren Sie je Fenster den Untergrund. In der Hängerunde wissen Sie dann sofort, welcher Dübel wohin gehört und welcher nicht.
  2. Bohren Sie je Hausseite ein Probeloch, bevor Sie mit dem Rest anfangen. Kommt Dämmstoff, Putzträger oder ein Hohlraum zum Vorschein, können Sie noch am ersten Tag anderes Befestigungsmaterial besorgen lassen.
  3. Hängen Sie die erste Anlage auf und lassen Sie sie einen Tag hängen, bevor der Rest folgt. Sackt etwas ab oder läuft das Tuch schief, korrigieren Sie die übrigen Fenster ohne doppelte Arbeit.
  4. Schieben Sie den Turm im Ganzen zum nächsten Fenster, statt ihn abzubauen. Den Belag leer räumen, die Ausleger einklappen, schieben und sie wieder ausstellen: Das dauert zu zweit kaum zehn Minuten.
  5. Nehmen Sie die Südseite am Vormittag und die Westseite am späten Nachmittag. Sie sehen dann mit eigenen Augen, wie die Sonne einfällt und ob Ausfall und Neigung an dieser Stelle wirklich passen.
  6. Bestellen Sie einen Tag mehr, sobald mehr als vier Fenster anstehen. Für ein einziges Fenster noch einmal anzurücken bedeutet einen kompletten Aufbau, einen Abbau und eine zweite Anfahrt am Stück.

Häufige Fragen zu Sonnenschutzmontage

Welchen Aufbau mieten Sie für Markisen an mehreren Fenstern?

Nehmen Sie den schmalen Turm mit 75 Zentimetern Baubreite. Bei dieser Arbeit versetzen Sie ständig, und ein leichter Aufbau lässt sich zu zweit über eine Terrasse schieben, ohne dass er zerlegt werden muss. Der breite Aufbau ist nur dann sinnvoll, wenn zwei Leute mit einer großen Kassette dauerhaft oben arbeiten. Ein Turm, der nicht durch den Seitenzugang passt, hilft Ihnen an der Rückseite des Hauses nicht weiter. Entscheidend ist die freie Bahn an der Hauswand entlang, nicht die Zahl der Anlagen, die Sie montieren wollen.

Bis wohin messe ich, bevor ich die Höhe mieten kann?

Bis zur geplanten Konsole, also bis zu dem Punkt, an dem gebohrt wird. Das liegt bei einer Markise knapp über dem Fensterrahmen und bei einem Screen in der Laibung, in beiden Fällen deutlich unter der Dachkante. Wer bis zum Dach misst, mietet eine Lage zu hoch und muss sich beim Einhängen bücken. Prüfen Sie im Zweifel mit einer Latte, wo die Konsole wirklich sitzt. Bei mehreren Fenstern richten Sie sich nach dem höchsten Befestigungspunkt und mieten einmal für alle Positionen.

Wie viele Tage sollte ich für eine Sonnenschutzmontage mieten?

Bei vier Fenstern sind drei Tage ein guter Ansatz: eine Runde zum Messen und Prüfen, eine zum Bohren und Befestigen, eine zum Einhängen und Einstellen. Pro Fenster gehen ungefähr zwei Stunden weg, und dazwischen liegen immer wieder kurze Wege. Sind es nur ein oder zwei Anlagen, reichen zwei Tage. Rechnen Sie den Aufbau am Morgen des ersten Tages und den Abbau am letzten mit ein. Weil jeder Folgetag deutlich günstiger ist als der erste, lohnt sich der zusätzliche Tag fast immer.

Kann ich länger mieten, wenn die Anlagen später geliefert werden?

Ja, sagen Sie einfach Bescheid, solange der Turm noch steht. Verzögerte Lieferungen sind bei Sonnenschutz eher die Regel als die Ausnahme, gerade wenn eine Sonderfarbe im Spiel ist. Besser ist es allerdings, erst zu bestellen, wenn die Anlagen tatsächlich im Haus liegen. Eine Sonnenschutzmontage lässt sich sonst nicht in einem Zug durchziehen. Dann brauchen Sie keine Verlängerung, und die Runden folgen ohne Leerlauf aufeinander, statt auf einen Liefertermin zu warten.

Bekomme ich den Turm aufgebaut auf das Grundstück gestellt?

Nein, geliefert wird ein Satz einzelner Bauteile, und aufgebaut wird er von Ihnen. Dafür liegen eine Anleitung und ein Video bei, und die Reihenfolge ist so gehalten, dass zwei Personen in einer knappen halben Stunde fertig sind. Niemand kommt zum Aufstellen vorbei, auch nicht gegen Aufpreis. Wer zum ersten Mal ein Gerüst mietet, sollte die Anleitung vorher einmal in Ruhe durchsehen. Planen Sie den Aufbau als eigenen Arbeitsschritt am Morgen ein, bevor die erste Konsole angezeichnet wird.

Kann ich den Satz selbst abholen, wenn ich ihn miete?

Ja. Wer selbst fährt, holt den Satz ohne Zusatzkosten in Amsterdam ab, Adresse Zeeburgerpad 89, 1019 AD. Sie brauchen ein Fahrzeug, in das lange Rahmen und Beläge hineinpassen, ein Bus oder ein Anhänger sind ausreichend. Melden Sie sich vorher kurz an, dann liegt der Satz bereit und Sie stehen nicht im Weg. Rechnen Sie für das Ein- und Ausladen eine gute Viertelstunde ein. Für die Rückgabe gilt derselbe Ablauf, was praktisch ist, wenn Sie ohnehin in der Nähe zu tun haben.

Wie oft muss ich den Turm bei dieser Arbeit versetzen?

Ungefähr einmal pro Fenster, bei breiten Anlagen zweimal. Das klingt nach viel, dauert aber kaum zehn Minuten, solange Sie den Belag vorher leer räumen und die Ausleger einklappen. Genau deshalb mieten die meisten für diese Arbeit den schmalen Aufbau: Er lässt sich schieben statt tragen. Legen Sie die Reihenfolge der Fenster vorher fest, dann schieben Sie den Turm nur in eine Richtung. Fahren Sie niemals mit Werkzeug oder Personen oben, und prüfen Sie an jedem neuen Standort die Wasserwaage.

Kann ich statt eines Turms eine Hebebühne mieten?

Bei uns nicht. Vermietet werden fahrbare Türme aus Einzelteilen, keine Hebebühnen, keine Fassadengerüste und keine Systemgerüste. Für Sonnenschutz an einem Wohnhaus ist das auch selten nötig: Sie arbeiten nacheinander an einzelnen Fenstern, und dafür ist ein Turm auf Rollen die einfachere und leisere Lösung. Sie mieten also einen Bausatz und keine Maschine, die Sie einweisen lassen müssten. Erst bei ganzen Fassadenflächen oder sehr großen Anlagen kommt anderes Gerät überhaupt in Betracht.

Wie viel Platz muss neben dem Fenster frei sein?

Über die Grundfläche des Turms hinaus rundherum ungefähr einen halben bis ganzen Meter für die Ausleger, dazu einen Weg zum Schieben. Terrassenmöbel, Kübel und Fahrräder räumen Sie am Vortag weg, sonst tragen Sie sie mitten in der Arbeit zur Seite. Wer eng an der Grundstücksgrenze mietet, klärt vorher kurz mit dem Nachbarn, ob die Ausleger über die Linie ragen dürfen. Achten Sie zusätzlich auf Stufen und Schwellen auf Ihrer Route, denn ein Turm rollt nicht über eine Kante und muss dort zerlegt werden.

Lohnt es sich zu mieten, wenn Regen angesagt ist?

Bohren und Befestigen gehen bei leichtem Regen, das Einstellen mit ausgefahrenem Tuch nicht. Ein nasses Tuch wickeln Sie außerdem nur ungern wieder auf. Legen Sie die Hängerunde deshalb auf einen trockenen Tag und nutzen Sie Regenstunden für Messen und Vorbereiten. Ein Probeausfahren im Regen sagt Ihnen ohnehin nichts über den späteren Schattenwurf. Weil ein zusätzlicher Tag im Verhältnis wenig ausmacht, ist Warten meist die bessere Wahl, als bei schlechtem Wetter mit Gewalt fertig zu werden.

Wann ist die Kaution nach der Vermietung wieder da?

In der Regel innerhalb eines Werktages, nachdem der Satz zurück ist und durchgezählt wurde. Legen Sie die Bauteile vollständig und gebündelt bereit, dann geht das ohne Rückfragen durch. Kleinteile sind der häufigste Grund für eine Verzögerung, weil sie im Kies oder unter einer Plane liegen bleiben. Der Zeitraum, über den Sie gemietet haben, spielt dabei keine Rolle. Sammeln Sie deshalb schon während des Abbaus alles in einem Eimer, statt am Ende zu suchen.

Kann ich vom selben Aufbau aus auch Rollladen anbringen?

Ja, das machen viele in einem Zug, weil Kasten und Markise dicht beieinander sitzen. Sie brauchen dann etwas mehr Zeit pro Fenster und sollten die Reihenfolge vorher festlegen, damit sich die Befestigungen nicht ins Gehege kommen. Solange Sie ohnehin mieten, ist das der günstigste Moment dafür. Denken Sie daran, dass ein Kasten mehr Gewicht auf den Belag bringt als ein Tuch. Worauf es dabei ankommt, steht auf der Seite über das Anbringen von Rollladen an der Fassade.

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